Chefredakteur Dr. Eike Wenzel

Dr. Eike Wenzel (Chefredakteur) Dr. Eike Wenzel (Chefredakteur)

Trend- und Zukunftsforscher

 

Dr. Eike Wenzel ist Inhaber des Instituts für Trend- und Zukunftsforschung und Chefredakteur des Zukunftsletters (www.zukunftsletter.de). Er gilt als einer der renommiertesten deutschen Trend- und Zukunftsforscher und war viele Jahre in leitender Position im Zukunftsinstitut von Matthias Horx tätig. Laut „Spiegel“ und Wikipedia hat sich Dr. Wenzel als erster deutscher Forscher mit den LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability) beschäftigt.

 

Dr. Wenzel nimmt außerdem Lehraufträge an deutschen und internationalen Universitäten wahr, gibt zusammen mit Börsenguru Dirk Müller den Börsenbrief Cashkurs Trends (www.cashkurs-trends.de) heraus und ist Herausgeber der Zukunftsstudien-Reihe „Trendwärts“ mit den Themenschwerpunkten: Neoökologie, Zukunftsmärkte, Wertewandel, Lebensstile, demografischer Wandel, Medien, Gesundheit, Tourismus, Konsum. Mit „Greenomics“ und „LOHAS“ hat Dr. Wenzel Bestseller zur ökologischen Wende in Wirtschaft und Gesellschaft vorgelegt. Im Frühjahr 2011 ist sein neuestes Buch Ist die Zukunft noch zu retten? Warum unser System in der Krise steckt – und was sich ändern muss, damit wir morgen besser leben im Heyne-Verlag erschienen.

 

 

Dr. Eike Wenzel über den Zukunftsletter unter seiner Führung:

„Wir möchten im Zukunftsletter der sich aktuell entwickelnden, hoch spannenden Weltlage Rechnung tragen, indem wir Trend- und Zukunftsforschung künftig systematischer und auf mehrere Expertenpools verteilt stattfinden lassen wollen. Das Institut für Trend- und Zukunftsforschung ist deutschlandweit das erste Institut, das privatwirtschaftlich geführt und gleichzeitig Teil einer Hochschule sein wird.

 

Trendforschung hat sich zu lange als Bestätigungsinstrument der Optimismuswirtschaft benutzen lassen. Es kommt jetzt darauf an, nicht nur Optimismus zu verbreiten, sondern den Blick auf neue Herausforderungen und Märkte zu richten: Wie verändert sich der Konsum angesichts von Klimawandel und globaler Adipositas … wie werden wir uns in 10 Jahren fortbewegen … ist Facebook wirklich die Revolution oder stehen wir erst am Anfang von Social Media … was passiert mit den Gesundheitsmärkten angesichts des demografischen Wandels und notorisch leerer Kassen? Und viele spannende Themen mehr.

 

Wissensproduktion findet in Deutschland noch immer zu weit entfernt von den Bedürfnissen der Wirtschaft statt. Auch das ist ein Grund für das Scheitern der New Economy in den vergangenen Jahren. Wir möchten mit dem Institut für Trend- und Zukunftsforschung – und dem Zukunftsletter – diese Lücke schließen.“

 

Die aktuelle Einschätzung von Dr. Eike Wenzel

Die Produktivität des Schlussmachens: Nur wo etwas endet, kann Neues wachsen

in dieser Ausgabe des „Zukunftsletter“ haben wir Anlass, uns von Dingen zu verabschieden. Wir tun das gerne. Wir erleben gerade das Ende der Jugendkulte und –kulturen. Im Marketing können wir uns künftig nicht mehr darauf verlassen, dass wir bei den Jungen die Trends für die nächsten Jahre vorgezeichnet finden. Der Hip-Hop war wohl die letzte klassische Jugendkultur mit eigenen Codes und Ritualen. Es wird immer schwieriger, zu unterscheiden, ob das, was wir gerade als jugendlichen Hype erleben, aus authentischen Szenen entsteht oder schlicht von den Medien erzeugt wurde. Wer sich zukünftig über den Bedürfniswandel in der Gesellschaft Klarheit verschaffen möchte, der muss genauer auf die Lebensabschnitte und -stile seiner Kunden schauen – so wie wir Ihnen das im Zukunftsletter mit unserem Zielgruppen-Update regelmäßig anbieten.

 

Wir sollten in unserer alltäglichen Arbeit viel häufiger den Mut aufbringen, mit dem Alten und Schalgewordenen abzuschließen. Denn nur wo wir einen klaren Endpunkt setzen, dort kann etwas Neues beginnen und den Blick für Unerwartetes frei machen. Gerade in der Arbeitswelt stehen wir an einem Endpunkt. Wir stellen fest, dass die gute alte E-Mail, die in den 2000er Jahren die berufliche Kommunikation revolutionierte, allmählich zum alten Eisen gehört. Die junge Business-Elite bevorzugt Messenger, iPhones und Social-Media-Kanäle, weil sie persönlicher, schneller, in Realzeit kommunizieren möchten. Glauben Sie mir, ich spreche nicht von einem Hype oder einer vorübergehenden Mode. Der schleichende Tod der E-Mail ist Teil eines substanziellen Trends, der bis 2020 unsere Arbeitswelt verändern wird.

 

Und diese Zukunft der Arbeit haben wir für Sie in unserem Schwerpunktthema auf den Seiten 4 und 5 aufgearbeitet. Ein wichtiger Teil der Zukunft der Arbeit wird das Prinzip Cloud-Working sein. Auf Märkten, die immer höhere Anforderungen an uns stellen, kommen wir nicht mehr ohne eine unabhängige Kompetenz-Cloud aus hoch spezialisierten Selbstständigen aus, die um Projekte und ganze Unternehmensteile herumschwirrt. Das wird von uns einen Führungsstil abverlangen, der nicht mehr über E-Mail regiert, sondern in Social-Media-Kommunikation kreative Allianzen auf Zeit herstellt. Glaubt man der aktuellen Bildungsforschung (siehe Seite 5), dann lernen wir derzeit nach wie vor mit den Methoden des 19. Jahrhunderts.

 

Doch je früher Sie, liebe Leserinnen und Leser, Gefallen daran finden, alte Zöpfe abzuschneiden, umso früher erreichen Sie die Produktivitätssphären des 21. Jahrhunderts. Wir vom „Zukunftsletter“ sehen unsere Aufgabe darin, Sie zu informieren, wo etwas Gewohntes wertlos geworden ist und wo neue Epizentren der Produktivität entstehen.

 

 

Dr. Eike Wenzel 

 

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