Best-Ager: Die neue Super-Zielgruppe
In den kommenden Jahren werden sie die Bevölkerungsmehrheit in unserem Land ausmachen. Sie investieren schon jetzt mehr in Urlaub, Fern- und Bildungsreisen, als die Familien in der Rushhour des Lebens zu investieren imstande sind.
Die Rede ist – natürlich – von den Alten, von der silbernen Revolution, von den Best-Agern, der Golden Generation oder wie immer man sie in den vergangenen Jahren und Monaten bezeichnet hat.
Der Zunkunftsletter stellt Ihnen in diesem Beitrag die neue-Super-Zielgruppe vor. Die Beispiele zeigen, dass Alterung tatsächlich ein Megatrend ist und dass die Branchen und Märkte mit dem Umkrempeln begonnen haben.
Silver Travel: Best-Ager investieren in ihre Mobilität ― oder:
Wie der Mobilitätswunsch der Senioren die Märkte der Zukunft prägt
Mobilität bedeutet heute unweigerlich auch Freiheit und Unabhängigkeit. Der Wunsch, mobil zu sein, ist auch im Alter ungebrochen. In Deutschland besitzen über 13 Millionen Menschen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren einen Führerschein und sind gleichzeitig mindestens einmal pro Woche mit dem Pkw unterwegs.
Drei Viertel davon können sich ein Leben ohne Auto gar nicht vorstellen, und ebenso viele sagen, dass ihnen nur das Auto die nötige Mobilität gewährt. Über zwei Drittel der Best-Ager fahren sehr gerne Auto (vgl. Communication Networks 11.0/2007).
Dass die jungen Alten ihrem Automobil einen so hohen Stellenwert einräumen, zeigt sich auch an den Verkaufszahlen: Jeder 2. Käufer eines Neuwagens ist über 50 Jahre alt. Mehr als 30 % der über 60-Jährigen kaufen sich einen Wagen der Premiumklasse. Die Harley-Davidson- und Porsche-Fahrer sind zu 60 % über 44 Jahre alt.
Mobilität ist der Dreh- und Angelpunkt für Best-Ager:
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Nur wer mobil ist, kann autonom über seine Zeit verfügen.
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Mobilität wird von Best-Agern gleichgesetzt mit Eigenständigkeit, in die es zu investieren lohnt.
- Der Mobilitätswunsch der Best-Ager beschränkt sich jedoch nicht auf die Automobilbranche. Auch in anderen Lebensbereichen suchen Senioren nach Lösungen, die körperliche Bewegungseinschränkungen ausgleichen und ausgefallene Erlebnisse ermöglichen.
1. Automobilität: Komfort-Auto statt Rentner-Mobil.
Bei Toyota werden bereits seit Anfang der 1990er Jahre Modelle speziell für ältere Menschen entwickelt. In Japan zeigen sich die Auswirkungen des demografischen Wandels und die damit einhergehende Alterung bereits heute sehr drastisch. So verwundert es nicht, dass dort kaum noch ein Auto ohne Komfort-Variante auf den Markt gebracht wird.
Der deutsche Versicherer Direct Line denkt bereits über besonders günstige Sondertarife für ältere Kunden nach, die in einem auf ihr Alter zugeschnittenen Auto unterwegs sind. Denn bei einem über 75-Jährigen steigt das Unfallrisiko auf das Niveau der 21- bis 24-Jährigen. Spezielle Add-ons (beispielsweise Zusatzspiegel, größere und einfachere Bedieninstrumente) sollen diese Risiken reduzieren.
2. ÖPNV: Silver-Rail ― Fahrkarte inklusive individueller Betreuung.
Auch wenn das Auto in Zukunft bis ins hohe Alter das Verkehrsmittel Nummer 1 bleiben wird, wächst der Anteil des öffentlichen Verkehrs an den Gesamtausgaben für Mobilität. Von 5,5 % bei den 50- bis 59-Jährigen steigt die Zahl der Bahnfahrer auf 8,2 % bei den über 70-Jährigen. Darauf stellt sich nun auch die Deutsche Bahn ein, die mittlerweile auch Spezial-Angebote für Ältere in ihr Programm aufgenommen hat:
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die Bahncard 50 für Kunden über 60 Jahre zum halben Preis, inklusive kostenloser Mitfahrt von bis zu 2 Enkeln,
- ein Reisepaket für 12,50 Euro mit Sitzplatzreservierung, persönlichem Ein-, Um- und Aussteigeservice sowie Gepäcktransport im Bahnhof.
3. Silver Networks: Mit der Oma auf den Golfplatz.
Eine private Initiative in Österreich, das Generationennetzwerk, dient als Plattform für Nachbarschaftshilfe. Die Mitglieder unterstützen sich gegenseitig mit kleineren Dienstleistungen. Senioren können hier jemanden finden, der sie bei Einkäufen begleitet, mit ihnen Sport treibt oder mit ins Theater kommt. Als Gegenleistung stricken die Silver-Ager beispielsweise Socken oder passen auf die Kinder der Jüngeren auf. Die Idee des Generationennetzwerks ist es, eine eigene Großfamilie zu ersetzen.
4. Tourismus: Trotz Rollstuhl auf die Chinesische Mauer.
Wer gerne verreist, aus gesundheitlichen Gründen aber auf Pflege oder Unterstützung angewiesen ist, kann den Reisebegleitservice.24 in Anspruch nehmen.
Der Dienstleister kümmert sich um die individuelle Reiseplanung und organisiert alle notwendigen medizinischen Versorgungsleistungen unterwegs. Die Reisebegleitung holt den Kunden von zuhause ab und begleitet ihn während des gesamten Urlaubs, auch zu ungewöhnlichen Reisezielen.
Wollen Sie mehr darüber wissen, wie auch Ihr Unternehmen schon heute von der wachsenden lukrativen Zielgruppe der Best-Ager profitieren kann?